Nein nein, ich persönlich habe nichts gegen Umlaute. Im Gegenteil. Ich finde, sie sind ein witziges Detail der deutschen Sprache. Andere hingegen sind wohl anderer Meinung, wenn man mal länger in verschiedenen Foren und ähnlichen Kommunikationsplattformen querliest. Da hengt sich ein Rechner auf und man fengt wieder von vorne an ... obwohl er gleich fertig gewesen were. Besonders bei letzterem kriege ich Zahnschmerzen. Als ob es nicht schon schlimm genug wäre, dass regelmäßig das Wort „wäre“ sinnentfremdet mit „h“ geschrieben wird ... denn der Wahrheit entspricht diese Schreibweise sicher nicht. Aber das (sowieso schon falsche) „h“ wegzulassen (womit das Wort wieder richtig wäre) und stattdessen den Umlaut auszutauschen ist eine Logik, die sich mir völlig entzieht. Vielleicht geht dies mit der allgemeinen Verdenglischung (jawoll ... herrliches Wort) einher mit der simplen Schlussfolgerung: Im englischen Sprachgebrauch geht es ohne Umlaute, also brauchen wir auch keine! Gut, das ist wohl Ansichtssache. Keine Ansichtssache ist allerdings, dass nach und nach ein Text immer unlesbarer wird. Es macht schlicht und ergreifend keinen Spaß, solche Texte zu lesen. Und nicht nur das: es ist auch furchtbar anstrengend, falls man sowas lesen muss, weil man beispielsweise irgendwas zu einem bestimmten Thema recherchiert und der Verfasser des Textes zwar etwas zum Thema beitragen kann, jedoch nicht in der Lage ist, dieses in eine vollständige Schriftform zu übertragen. Aber immerhin – schön, dass ich nicht die Einzige bin, die das stört.
So versuche ich also weiterhin mit aller Kraft, mich für mich selbst gegen den Verfall der deutschen Sprache zu wehren ...
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